Tour of Britain
letzte Woche stand die Tour of Britain an, für mich ist es leider nicht so gut gelaufen, ein Sturz auf der ersten Etappe hat mich schon zu Beginn an geschwächt, so dass ausser einem 9.Platz auf der zweiten Etappe nicht mehr viel zu holen war. Ein weiterer Sturz auf der letzten Etappe kam noch dazu, leider bin ich wieder auf meine rechte Hand gefallen (Bruch beim Henninger Turm)
Trotz des Sturzes muss ich sagen dass die letzte Etappe dieser Rundfahrt eines der eindrucksvollsten Rennen war die ich bisher gefahren bin. Start in Greenwich, über Tower Brigde, Vorbei an Big Ben, St.Pauls Cathedral,HighGate Hill, Regents Park, vorbei an Harrods, durch den Hyde Park, dann Schlussrunde vorm Buckingham Palace...und das unter einer riesigen Zuschauermenge, war echt ein tolles Erlebnis.
Durchfahrt Tower Brigde Foto: Ich *gg*
Qinghai Lake
Tour of Qinghai Lake Foto:Marc Gunter
die Tour of Qinghai Lake ist beendet, für mein Team und mich lief es einfach nur perfekt, ich konnte 2 Etappen gewinnen, bin zwei Tage in Gelb gefahren, Maarten übernahm nach dem 4.Tag das Gelbe Trikot und hat es bis zum Ende vereidigt.
Alles in allem eine sehr schoene, aber auch sehr schwere und strapaziöse Rundfahrt, was ich selbst auch zu spüren bekommen habe, bei der 8.Etappe habe ich sehr hohes Fieber und Gastrititis bekommen, weshalb ich auch in Gesamtwerung noch von 5 auf 8 gefallen bin. Aber glücklicherweise habe ich die Rundfahrt noch beenden können...und gesund bin ich auch schon wieder!
Strapaziöses China Foto:Marc Gunter
Skoda Tour Luxemburg 4.Etappe 4.Juni 2006 Heute stand die Schlussetappe an, mit Ziel in Luxemburg und einem schweren Rundkurs im Finale welcher 2 Anstiege aufwies. Heute hat nicht viel gefehlt und ich hätte um den Tagessieg mitsprinten können, leider haben mich in der letzten Runde am letzten Anstieg die Kräfte verlassen und ich musste abreisen lassen, somit bin ich mit einer guten Minute Verspätung als 48. im Ziel eingetroffen. In der Gesamtwertung habe ich Platz 55 belegt, was jetzt nicht viel wert ist, aber es war doch wichtig die Rundfahrt durchzufahren, das Team konnte ich hier auch gut unterstützen und ich habe auch gespürt wie es jeden Tag besser geht, somit bin ich mit meinem Abschneiden doch zufrieden.
Skoda Tour Luxemburg 3.Etappe 3.Juni 2006
Heute stand die Königsetappe an, und den Namen trug die Etappe zurecht, der Veranstalter hat sich wirklich eine sehr schwere Strecke heute ausgesucht. Mir selber ging es gar nicht so schlecht, natürlich konnte ich am Berg bei den besten nicht mithalten, aber ich hatte das gefühl von Tag zu Tag besser zu werden. Nach der Hälfte des Rennens hatte sich eine 15Mann große Gruppe abgesetzt, von uns mit dabei Floris unser neuer Fahrer. Die Gruppe erreicht das Ziel 17min vor dem Hauptfeld, ich habe dann das Ziel als 47. überquert. Mit dem Tag heute bin ich doch zufrieden.
Skoda Tour Luxemburg 2.Etappe 2.Juni 2006 Was für ein Rennen, heute ging es wieder voll zur Sache, ständig Attacken mit Ausreißergruppen und immer wieder haben die unterschiedlichsten Teams im Feld Tempo gemacht um die Gruppen wieder einzuholen. Und es kam wie es kommen musste, wir hatten auch mal keinen dabei, also hieß es das Loch schließen. Es waren bereits 1:20min und 9Fahrer vorne als wir mit 6Fahrern begonnen haben das Loch zu schließen. Mir ging es dabei gar nicht so schlecht, jedenfalls haben wir das Loch ziemlich schnell geschlossen, hinten ist das Feld auch auseinander gefallen, also waren wir nicht so langsam. Jedenfalls eine super Leistung des Teams! Als die Gruppe eingefangen wurde konnte sich Paul mit 6weiteren Fahrern absetzén. Diese Gruppe hat sich dann bis auf die Schlussrunde, und sogar bis ins Ziel gerettet...und Paul gewinnt die Etappe, super Leistung von ihm, hat mich echt gefreut!
Skoda Tour Luxemburg 1.Etappe 1.Juni 2006 So heute hat sich eindeutig gezeigt wie meine Form ist: Es geht so, so richtig im Wind kann ich nicht fahren, dazu fehlt mir die Kraft, und an den Bergen fehlt auch einiges. Ich bin mit über 6Minuten Rückstand ins Ziel gekommen, wenigstens haben wir mit Paul, Piet & Sebastian drei Fahrer in der Gruppe vorne dabei gehabt. Immerhin habe ich den Tag überlebt.
Skoda Tour Luxemburg Prolog 2,8km 31.Mai.2006
So endlich bin ich wieder dabei, 4Wochen hat es gedauert bis ich wieder ins Renngeschehen eingreifen darf, zum Glück ging die Heilung der Hand doch schneller als ich dachte. Gegenüber der Rundfahrt bin ich etwas skeptisch, ich weiß nicht wie meine Form ist, bzw. ich weiß eher gesagt zu gut dass sie nicht gut ist. Wie soll sie auch gut sein nach 4Wochen Pause. Naja heute stand jedenfalls der Prolog an, nur 2,8km aber mit einem steilen Anstieg auf Kopfsteinpflaster, normalerweise liegt sowas ja. Ich bin nicht voll angegangen um dann am Berg alles zu geben, das hab ich dann auch gemacht und ich war glaub nicht so schlecht, allerdings hab ich oben nur noch Sternchen gesehen und wollte anstatt links rechts abbiegen, aber wirklich viel Zeit gekostet hat es nicht, am Ende war ich dann 40. was ganz ok ist.
Montag 17.April Rund um Köln 203km Na heute habe ich wenigstens das Ziel ohne disqualifikation erreicht. Auch wenn ich nicht ganz vorne gelandet bin, bin ich dennoch zufrieden mit dem 15.Platz. Leider hatte ich an den Bergen noch bisschen Probleme, da hat die Kraft noch gefehlt. Aber auf der Flachen lief es wirklich gut...aber als es flach wurde war ich leider nicht mehr ganz vorne dabei, bin in der 2.großen Gruppe um Platz 14 angekommen.
Sonntag 16.April Amstel Gold Race 253km Heute war der große Tag, mein erstes Pro-Tour Rennen! Und auch noch das Amstel Gold Race und noch dazu Regen...und wie jeder weiß mag ich es wenn es regnet! Ich habe dann eben von Anfang an versucht in einer Gruppe zu sein, was auch hervorragend geklappt hat. Ich konnte mich mit einer 5Mann Gruppe absetzen(Theijs, Moreau, Alabasini, Schmitz) und unser Vorsprung aufs Feld ist immer mehr gewachsen, irgendwann hatten wir schon 6minuten, und da passiert das Unglück: Defekt am Hinterrad! Da mein Teamauto noch nicht da war habe ich am Neutralen Materialwagen gewechselt, der hat ewig mein Hinterrad nicht rein bekommen. Der Mechniker hatte mir dabei noch versprochen dass er das wieder gut machen wird und mich wieder ran fährt...Als ich dann los bin, war meine Gruppe über alle berge(40sec vor mir). Der neutrale wollte mich dann an meine Gruppe ran fahren, aber der Kommisär hat ihn sofort weg gewunken. Toll ich alleine auf weiter Flur, also gabs nix anderes wie alles zu geben...ich bin gefahren was ich konnte, irgendwann nach 5 oder 10km(es kam mir wie hundert km vor) war ich der Kolonne der Vipfahrzeuge, da dachte ich dass ichs geschafft hätte, aber denkste: Der Kommisär hatte sofort die Autos angehalten. Dann kam auch noch ein Berg mit vollem Wind von vorne, dann war meine Motivation gegen null und ich hab mich innerlich aufegegeben...dann kam irgendwann Rudi(mein Sportl.LEiter). Er konnte die ganze Situation nicht begreifen und hat natürlich versucht mich hinter dem Auto an meine Gruppe zu bringen. Dem Kommisär hat das ganze nicht gepasst und mich sofort disqualifiziert!!! Als ich dann nicht sofort angehalten habe, wurde der gute Herr ziemlich aggresiv. Ich hatte das Gefühl das Juryauto will mich gleich vom Rad fahren...also hab ich dann zu tiefst enttäuscht angehalten und bin duschen gefahren, und das bei Rennkilometer 60!
Das war es, mein erstes Pro-Tour Rennen!
Die Spitzengruppe bei Amstel
Mittwoch 12. April Scheldepreis Schoten 200km
Heute bin ich wieder ins Renngeschehen eingestiegen, beim Scheldepreis in Schoten, für mich hieß es eigentlich nur schauen wie es geht...und es ging wunderbar. War auf Anhieb in der Spitzengruppe die auch ins Ziel gekommen ist. Am Ende war Platz 10 für mich drin, mit dem ich absolut zufrieden bin. Weiter gehts am Sonntag mit dem Amstel Gold Race.
Freitag 3.2.2006 Tour de Qatar 5.Etappe 151km Al Thakhira -> Doha Corniche
So heute war die letzte Etappe angesagt, es war nicht viel los…ich hab immer noch Halsweh, deswegen hab ich mich schön zurück gehalten. Es waren bis kurz vor Schluss drei Ausreißer weg, mit dabei Christoph von uns, das war super. Am Ende gabs dann wieder einen Massensprint und ich konnteaber nicht viel ausrichten. Bin so als 30 rein gerollt. In der Gesamtwertung dürfte ich auf Platz 60 irgendwo liegen. In der Teamwertung sind wir auf dme zweiten Platz geblieben, 10sekunden hinter Phonak, ein super Ergebnis. Jetzt gilt es für mich erst mal gesund zu werden, denn vom 8.2.-12.2. geht es schon mit der Mittelmeer Rundfahrt in Südfrankreich weiter, vielleicht kann ich da bisschen mehr zeigen. Das Rennen müsste soviel ich weiß auch in Eurosport übertragen werden, wer will kann ja mal reinschauen.
Also ich nutze hier noch die restlichen 2Tage um mich zu erholen!
Donnerstag 2.2.2006 Tour de Qatar 4.Etappe 144km Al Zubarah -> Qatar Olympic Committee
So heute ging es mitten in der Wüste bei einer kleinen Festung los, es waren ein paar Scheiche mit Ihren Falken da, ich hab dann mal gefragt ob ich ihn mal in die Hand nehmen darf. Der krallt sich ganz schön in den Handschuh rein. Beim Rennen war ich heute ziemlich müde, von meiner Aktion gestern. Somit war klar dass heute bei mir nichts los ist. Ich bin am Ende in der zweiten Gruppe ins Ziel gekommen, aber das ist egal, denn ich hab eh schon zuviel Rückstand wegen der ersten Etappe. Jetzt heißt es nicht mehr zu viele Körner verschwenden um nicht ganz geschwächt aus der Rundfahrt heraus zu kommen.
Mittwoch 1.2.2006 Tour de Qatar 3.Etappe 138km SealineBeach Resort -> Khalifa Stadium Heute war ich richtig motiviert, hab mich gut gefühlt, der Wind war nicht ganz so stark, somit gab es eine Chance für Ausreißer. Ich hab die Chance gleich genutzt und mich mit 3Fahrern abgesetzt. Danach sind noch 6Mann aufgeschlossen, mit dabei war Rik Reinerink von uns. Der Vorsprung ist immer weiter angewachsen, bei km 55 hatten wir 8min Vorsprung, das ist eigentlich richtig viel. Ich hab schon bisschen mit einem Etappensieg geliebäugelt, denn die Beine waren richtig gut. Leider hab ich zu früh geträumt, denn der Vorsprung ist auf einmal ganz schnell weniger anstatt mehr geworden. Der Grund dafür war, dass bei km 55 der Wind stark von rechts kam und es somit hinten zur Sache ging. So sind wir dann bei km 100 eingeholt worden, was ich nie gedacht hätte. Es waren noch ca.50Mann die von hinten kamen, so sind wir dann ins Ziel gefahren. Im Sprint war ich dann doch bisschen k.O. und bin auf Platz 19 reingefahren. Trotzdem war es ein super Tag für mich und unser Team, ich hab mich vorne gezeigt und es ist gut gelaufen, ich hoffe ich bin morgen nicht zu kaputt. In der Teamwertung sind wir auf Platz zwei, ist auch ein super Ergebnis.
Dienstag 31.1.2006 Tour de Qatar 2.Etappe 138km Camel Race Track ->Al Khor Corniche
Also heute war die zweite Etappe, Start bei der Kamelrennbahn. Vor unserem Rennen fand ein Kamelrennen statt, das war vielleicht lustig. Auf ein Kamel zu sitzen hat leider nicht gereicht, da wir ziemlich spät am Start waren. Unser Rennen begann auch wieder sehr nervös, ich war dieses Mal gleich vorne dabei, nach 10km war schon wieder alles verrissen. Ich war vorne in der 1.Staffel, mit ca. 25Mann. Hab mich schon gefreut dass ich dieses Mal vorne dabei bin. Nach 40km gings rechts ab und der Wind kam direkt von vorne, dann lief unsere Gruppe nicht mehr. Somit ist wieder alles zusammen gelaufen. So sind dann 80Mann ins Ziel gekommen. Ich hab dann bei km 2 von vorne gefahren und für unseren Sprinter Kenny angezogen. Boonen gewinnt wieder, vor Zabel..langsam wird’s langweilig. Kenny ist dann 8.geworden, ich habs ausrollen lassen. Aber die Beine waren besser als gestern, der Hals wird auch besser somit geht’s allmählich bergauf.
Montag 30.1.2006 1.Etappe Tour de Qatar 131km Khalifa Stadium Doha -> Al Khor Corniche
Der Tag heute hat schon gut begonnen…Halsschmerzen, die hab ich bestimmt vom Wind, ist auch nicht schwer sich hier zu verkühlen, obwohl es immer 25-30Grad hat ist es doch immer frisch, v.a. vor- und nachmittags! Das Rennen selbst ging über 130km, davon 80km mit Seitenwind von vorne, und der Rest mit seitlichem Rückenwind. Nach 30km hab ich einen Platten bekommen, weil ich einen Stein erwischt hatte. Bin allerdings wieder ins Feld gekommen, und als ich gerade dran war ging es rechts ab auf die Windkante und ich ganz hinten. Dann war ich sofort abgehangen in der fünften von fünf Staffel…ganz toll. Bis zu km 80 war die Hölle, der Wind war so stark von vorne, irgendwann haben wir die Gruppe vor uns aufgefahren, kurz darauf hat sich aber das schon wieder geteilt. Wenigstens hier war ich in der vorderen Gruppe. So sind wir dann ins Ziel gefahren, wo wir dann 14min Rückstand hatten. Im Ziel hab ich dann erfahren dass Tom Boonen, vor Zabel und Hunter gewonnen hat. Irgendwie war heute ein komischer Tag, das erste richtige Rennen im neuen Team und so weit abgehängt wie ich schon lange nicht mehr war.
Ach und nen Sonnbrand an den Beinen hab ich mir auch noch geholt, lustigerweise nur links, weil wir fast nur in eine Richtung gefahren sind.
Morgen ist Start bei der Kamelrennbahn, mal sehen ob ich auf eins drauf sitzen darf…oder gegen mein Rad eintauschen, ist bestimmt nicht so anstrengend damit gegen den Wind.
Der Tag heute hat schon gut begonnen…Halsschmerzen, die hab ich bestimmt vom Wind, ist auch nicht schwer sich hier zu verkühlen, obwohl es immer 25-30Grad hat ist es doch immer frisch, v.a. vor- und nachmittags! Das Rennen selbst ging über 130km, davon 80km mit Seitenwind von vorne, und der Rest mit seitlichem Rückenwind. Nach 30km hab ich einen Platten bekommen, weil ich einen Stein erwischt hatte. Bin allerdings wieder ins Feld gekommen, und als ich gerade dran war ging es rechts ab auf die Windkante und ich ganz hinten. Dann war ich sofort abgehangen in der fünften von fünf Staffel…ganz toll. Bis zu km 80 war die Hölle, der Wind war so stark von vorne, irgendwann haben wir die Gruppe vor uns aufgefahren, kurz darauf hat sich aber das schon wieder geteilt. Wenigstens hier war ich in der vorderen Gruppe. So sind wir dann ins Ziel gefahren, wo wir dann 14min Rückstand hatten. Im Ziel hab ich dann erfahren dass Tom Boonen, vor Zabel und Hunter gewonnen hat. Irgendwie war heute ein komischer Tag, das erste richtige Rennen im neuen Team und so weit abgehängt wie ich schon lange nicht mehr war.
Ach und nen Sonnbrand an den Beinen hab ich mir auch noch geholt, lustigerweise nur links, weil wir fast nur in eine Richtung gefahren sind.
Morgen ist Start bei der Kamelrennbahn, mal sehen ob ich auf eins drauf sitzen darf…oder gegen mein Rad eintauschen, ist bestimmt nicht so anstrengend damit gegen den Wind.
Sonntag 29.1.2006
So heute war das letzte Training, besonderes gabs nicht zu berichten, außer dass wir ein tolles Verkehrsschild gesehen haben(siehe unten), ach und nen heißen Flirt mit zwei schüchternen Burkas (wer nicht weiß wie die aussehen, auf dem Schild unten ist eine drauf), die uns fast ganz bis ans Hotel hinterhergefahren sind , im Hotel wurden wir noch von der Security genervt…Koffer durch den Röntgenkasten fahren lassen(so wie am Flughafen), und durch so ein Tor laufen, bei mir hats wie jeden Tag gepiepst, nur heute wollten die mich nicht durchlassen…warum auch immer, am Ende lags an meinem Pulsgurt.
Später hab ich dann erfahren dass Bill Clinton hier im Hotel ist!
Samstag 28.1.2006
Eigentlich dachte ich dass heute ein ruhiger Tag wird, leider war dem nicht so. Halb 10 war heute schon Training angesagt, 4h Stunden sollten wir heute fahren. Motiviert war ich gar nicht, zumal das Rennen ja gestern war und dann auch noch ein richtig starker Wind geblasen hat. Naja, das Training selber war schrecklich 3Stunden raus gegen den Wind und in einer Stunde zurück. Hier trainieren zu gehen ist echt übel, langweiliger geht es echt nicht. Das Hauptereignis war ein wildes Kamel am Straßenrand. Nach dem Training gabs gleich Massage, danach Mittagsschlaf. Abends gab es in der Residenz des Deutschen Botschafters von Qatar einen kleinen Empfang wozu alle Deutschen Fahrer(Milram, Wiesenhof, Gerolsteiner und drei von unserem Team) eingeladen waren. Der Botschafter ist ein großer Radsportfan und hat deswegen den Empfang organisiert, außer uns Radsportlern waren auch noch einige Leute aus der hier anwesenden deutschen Industrie da. Von Herr Siemens(ich war auch erst mal erstaunt als er sich mir vorstellte) habe ich erfahren dass Qatar plant einen Transrapid zu kaufen…ich frag mich nur warum die den brauchen, um möglichst schnell von Doha in die Wüste zu kommen, aber uns soll das ja recht sein!
Angeblich will ja Qatar zum größten Eventzentrum der Welt aufsteigen, zur Zeit findet z.B. 1km neben unserem Hotel ein großes Golfturniers statt, und die U19 Nationalmannschaft spielt hier auch gerade ein Turnier, dieses Jahr finden hier die Asian Games statt, wofür extra ein neues Flughafenterminal gebaut wird, das danach wieder abgerissen wird um noch ein größeres zu bauen! (Das ist kein Witz!)
Finanziert wird das alles übrigens mit Gas, dieses Land besitzt die drittgrößte Gasmenge aller Länder.
Freitag 27.1.2006 GP Doha
Heute fand das erste Rennen statt, ein Straßenrennen in Doha über 108km. Das Rennen führte über einen 9km Rundkurs der 12x zu fahren war. Mit am Start waren 10ProTourTeams und 10 Pro Continental Teams, darunter der Weltmeister Tom Boonen, Erik Zabel, Robert Hunter, Stuart O Grady, also ein wirklich sehr gut besetztes Feld.
Vor dem Rennen haben wir uns gemeinsam eine Taktik überlegt um nicht Plan- und Ziellos an das Rennen heran zu gehen. 4Fahrer, darunter auch ich, sollten versuchen bei den Ausreißergruppen mitzuspringen, um bei den Zwischensprints um die Prämien zu spurten. Und 4Fahrer sollten sich fürs Finale zurückhalten um dann noch fit für den Sprint zu sein und vor allem Kenny van Hummel, unseren Sprinter zu unterstützen.
Jedenfalls ging es von Anfang an sehr schnell los, gleich die erste Attacke war die entscheidende bei der Piet Rooijakkers von uns dabei war. Er setzte sich mit 2 weiteren Fahrern ab und die Gruppe baute Ihren Vorsprung zwischendurch bis auf 5min aus. Logischerweise wurde irgendwann im Feld Tempo gemacht, vor allem Quick Step für Boonen und Milram für Zabel. Die Drei wurden allerdings erst in der letzten Runde eingeholt. Somit kam es zum Massensprint, ich versuchte Kenny der fünfter wurde noch zu unterstützen, lag aber zu weit hinten, da der Sprint, so wie das ganze Rennen sehr sehr riskant gefahren wurde.
Ich hab dann so ca. auf Position 10 noch versucht anzutreten, hatte auch noch richtig Kraft bis sich einer von Rabobank an meinem Trikot abgezogen hat, somit bin ich total aus dem Schwung gekommen und so auf Platz 18 rein gerollt. Aber ich muss sagen mir war es egal, hauptsache heil ins ziel gekommen, da viele bei diesem ersten Rennen der Saison doch ein wenig zu heiß waren. Jedenfalls sind meine Beine richtig gut, mal schauen wie es bei der Rundfahrt dann geht.
Für unser Team war es ein sehr guter Start in die Saison, Piet war bei der Sprintwertung 3x zweiter und Kenny 5. im Finale hinter Tom Boonen (1.), Robert Hunter(2.), und Erik Zabel (3.)
Doha, Donnerstag 26.1.2006
Hallo zusammen,
Ja wo liegt Qatar denn eigentlich? Bis jetzt wusste ich es auch nicht so genau, also zumindest liegt es am Persischen Golf, und es grenzt an Saudi Arabien. Östlich von Qatar liegen die Vereinigten Arabischen Emirate. Die Hauptstadt von Qatar ist Doha, in der ich mich momentan auch befinde.
Wie die meisten sich denken können bin ich hier nicht zum Urlaub machen, sondern zu Rennen fahren. Morgen beginnt das erste Rennen, ein Eintagesrennen entlang der Promenade in Doha. Danach sind zwei Tage Ruhe und dann beginnt die eigentliche Rundfahrt Tour de Qatar mit 6Etappen.
So jedenfalls sind wir hier gestern angekommen, das Flugzeug war fast komplett voll mit Rennfahrern, Betreuern und Offiziellen.
Nach der Ankunft gings dann ab ins Hotel, manche meiner Teammitglieder(Skil-Shimano aus Niederlande) hatten schon richtig Freude, da sie wussten was auf sie zukommt. Ich hatte keine Ahnung, alle schwärmten nur davon…naja jedenfalls hat das Hotel (Ritz Carlton Doha) alle meine Erwartungen übertroffen. Es ist schwer in Worte zu fassen, einfach Luxus pur… wenn ein Hotel eine 25mSchwimmhalle, eine riesige Sporthalle mit 2Tennisplätzen, ein Fitnessraum mit Geräten von denen manches Studio nur Träumen kann, ach weiß der Geier was es hier noch hat, dann ist es wirklich total übertrieben. Nach der Ankunft gings gleich ans Buffet, logisch dass das super war, danach haben wir noch beschlossen in die Sauna zu gehen um das eingelagerte Wasser in den Beinen loszuwerden(vom Flug), leider war es schon 23 Uhr und der nette Mann vom Wellnessbereich entschuldigte sich 100x dass ab 23Uhr geschlossen ist. Aber wir könnten noch in den Fitnessbereich, der hätte 24h geöffnet. Na dann haben wir uns den mal abgeschaut. Als wir dann den riesigen Spinningraum (Gruß an Eberhardt) entdeckten war klar was jetzt kommt. Jeder hat sich ein Rad geschnappt, Musik-Anlage angeschaltet und losgefahren. Arno spielte den Spinninginstruktor…wohlgemerkt in der Unterhose ;-)
Jedenfalls hatten wir nach ner halben Stunde wirklich genug geschwitzt, Wasser auch raus gefahren und einen heiden Spaß gehabt…